Programm & Tickets

Freitag, 1. Juni 2018, 12:30 Uhr
St. Charles Hall Meggen, Rittersaal

Streichquartett 1

11.30 Uhr | Einführung von Prof. Marina Frolova-Walker

Nikolai Miaskowsky (1881 – 1950)
Streichquartett Nr. 13 a-Moll op. 86

Alexander Mossolow (1900 – 1973)
Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 24

Nikolai Rimsky–Korsakow (1844 – 1908)
in Zusammenarbeit mit Artcibuschew, Skrjabin, Glasunow, Ljadow, Wihtol, Blumenfeld, Ewald, Winkler und Sokolow
Variationen über ein russisches Volkslied für Streichquartett

Pjotr Tschaikowsky (1840 – 1893)
Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11

Die russische Kammermusik des 19. Jahrhunderts war über lange Zeit von Amateuraufführungen im Rahmen von Salons geprägt. Tschaikowskys Streichquartett Nr. 1 von 1871 markierte einen Wendepunkt. Es professionalisierte die Kammermusik und brachte sie in den Konzertsaal. Im langsamen Satz verwendet der Komponist das Volkslied «Wanja sass auf dem Diwan», das dem Werk seinen russischen Charakter verleiht. Die leichtfüssigeren Volksliedvariationen Rimsky-Korsakows und seiner Kollegen entstanden als Geburtstagsgeschenk für ihren Gönner Mitrofan Beljajew.

Alexander Mossolows Streichquartett Nr. 1 markierte 1926 erneut einen Wendepunkt. Das altehrwürdige Genre traf plötzlich auf das hektische Leben der modernen Stadt. Als das Streichquartett ein Jahr später in Frankfurt aufgeführt wurde, erregte es einiges Aufsehen. Erstmals bekam ein internationales Publikum mit, dass der radikale Modernismus nun auch in der Sowjetunion aufblühte. Kaum gegensätzlicher könnte wohl Nikolai Miaskowskys Streichquartett Nr. 13 von 1949 sein, eines seiner letzten Werke. Es ist ein höchst ausdrucksstarkes, philosophisches Werk und zeigt das Machbare innerhalb des Traditionalismus, den die Sowjetbehörden Ende der 1940er Jahre verfügt hatten.

Lunch: 11:50 Uhr
Zu diesem Konzert bieten wir Ihnen einen Lunch an.
CHF 30 (4 Variationen inkl. 1 Getränk)

Preise

Kategorie 1 – CHF 45
Kategorie 2 – CHF 30

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