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Luzerner Sinfonieorchester

International ausgerichtet – lokal verankert

Biografie 18/19

Das Luzerner Sinfonieorchester ist das Residenzorchester im renommierten KKL Luzern. Als ältestes Sinfonieorchester der Schweiz hat es weit über seine Region hinaus internationale Anerkennung erlangt. Stark verankert in der weltweit bekannten Musikstadt Luzern, bietet es alljährlich mehrere eigene Konzertzyklen an und organisiert das Festival Zaubersee – Kammermusikfestival russischer Musik in Luzern.

Als Opernorchester des Luzerner Theaters begleitet es zudem dessen Musiktheaterproduktionen. Mit der Gründung der privaten Stiftung für das Luzerner Sinfonieorchester 2007/08 konnte das Orchester um 20 Musiker erweitert werden auf die heutige Grösse von rund 70 Stellen. Seit der Saison 2011/12 ist James Gaffigan Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters.

Namhafte Dirigentenpersönlichkeiten wie Constantinos Carydis, Thomas Dausgaard, Lawrence Foster, Marek Janowski, Juanjo Mena, Andris Nelsons, Jonathan Nott, Michael Sanderling und Pinchas Steinberg verstehen es immer wieder, das künstlerische Potenzial dieses weltoffenen Orchesters zur Entfaltung zu bringen. Weltweit renommierte Künstler wie Joshua Bell, Renaud Capuçon, Isabelle Faust, Vadim Gluzman, Hilary Hahn, Gidon Kremer, Vilde Frang, Gautier Capuçon, Truls Mørk, Steven Isserlis, Martha Argerich, Nelson Freire, Hélène Grimaud, Maria João Pires und Fazil Say treten immer wieder bei den Konzerten des Sinfonieorchesters auf.

Gegründet wurde das Orchester im Jahr 1805. Als dynamischer Klangkörper versteht es das Luzerner Sinfonieorchester in seiner über 200-jährigen Geschichte, mit seinen Konzertprogrammen zwischen Tradition und Innovation kreativ und erfolgreich zu vermitteln. Dem klassisch-romantischen Repertoire widmet es sich mit wacher Neugier, wobei durch die Fokussierung auf einzelne Komponisten immer wieder Konzertzyklen entstehen, die das musikalische Erleben und Verstehen vertiefen. Zudem sorgt der bewusste Einbezug von Repertoireraritäten stetig für neue Horizonterweiterungen. So ist dem Orchester und seinem Publikum auch die Pflege moderner Musik längst selbstverständlich geworden. Es fördert das zeitgenössische Musikschaffen, indem es Kompositionsaufträge erteilt, unter anderem an Sofia Gubaidulina, Rodion Shchedrin, Fazil Say, Michael Jarrell, Thomas Adès, Marc-André Dalbavie und Wolfgang Rihm. Mit Konzertformaten wie Rising Stars, Lunchkonzerten oder der Vergabe des Arthur Waser Preises setzt sich das Luzerner Sinfonieorchester für die Förderung von jungen Talenten ein.

Gastspiele führten das Orchester in jüngster Zeit ins Concertgebouw Amsterdam, in die Philharmonie Paris, in die Londoner Barbican Hall, ins Théâtre des Champs-Élysées in Paris, in die Philharmonie in St. Petersburg, ins Grosse Festspielhaus Salzburg, in die Tchaikovsky Hall in Moskau und in die Suntory Hall Tokyo. Tourneen führten das Orchester als erstes Schweizer Orchester ans Ravinia Festival in Chicago, ans Bogotá International Music Festival, ans Festival de Pâques in Aix-en-Provence und ans Bologna Festival. Mehrere grosse Tourneen unternahm das Orchester nach Asien: nach Japan (2008), China (2011/2016), Korea, Indien und Singapur. Weitere Tourneen und Engagements führten nach Deutschland, Italien, Spanien, Kroatien, in die Türkei, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Israel und Abu Dhabi.

Das internationale Profil des Orchesters widerspiegelt sich auch in den CD- und DVD-Aufnahmen: Zuletzt erschienen bei Sony Music alle Beethoven-Klavierkonzerte mit Oliver Schnyder (2018) und bei BIS Records die Aufnahme von Brahms’ Violinkonzert mit Vadim Gluzman (April 2017). Für das französische Label harmonia mundi wurden Alben mit Werken von Saint-Saëns (2016) und Dutilleux (2015), der Sinfonie Nr. 6 und der Amerikanischen Suite von Dvořák (2014) sowie Wolfgang Rihms Sinfonie «Nähe fern» (2013) aufgezeichnet. Beim deutschen Label Accentus Music erschien eine DVD mit Werken von Shchedrin, Dvořák und Schostakowitsch. Weitere Aufnahmen entstanden bei Naïve Classique, Kairos und Sony Classical.

Die internationale Entwicklung des Luzerner Sinfonieorchesters wird wesentlich durch den Michael und Emmy Lou Pieper Fonds gefördert.