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Pique Dame - Die Handlung

Die Oper in Kürze

Pique Dame

«Pique Dame» basiert auf einer Erzählung Alexander Puskins und dreht sich um die Themen Sucht, Liebe, Glück und Wahn. Wir haben die Handlung für Sie zusammengefasst.

Der deutschstämmige Offizier Hermann, ein schüchterner und seltsamer Mann, ist fasziniert von den Verlockungen der Stadt Sankt Petersburg. Während sich seine Kollegen wundern, weshalb er so viel Zeit im Casio verbringt ohne je selber zu spielen, verrät Hermann dem Grafen Tomski, dass er in eine Gräfin leidenschaftlich verliebt ist – ihren Namen kennt er allerdings nicht. Ihre adlige Abstammung macht sie für ihn jedoch unerreichbar.

Fürst Jeletzki tritt zu den Offizieren, um seine Verlobte Lisa sowie deren Grossmutter, die alte Gräfin, vorzustellen. Hermann erkennt in der Verlobten sofort seine Angebetete.

Später schildert Tomski die Geschichte, die man sich zu der alten Gräfin erzählt: In Paris wurde sie in ihrer Jugend “Venus von Moskau“ genannt, später nur noch „Pique Dame“. Sie war zu jener Zeit der Spielleidenschaft verfallen, denn sie wusste um drei Karten, die ihr den sicheren Sieg bringen sollten. Die Weitergabe des Geheimnisses an Andere, bestrafte diejenigen mit dem Tod.

Um die Kluft ihrer unterschiedlichen Herkunft zu überwinden und das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen, entschliesst sich Hermann der Gräfin ihr Geheimnis zu entlocken. So will er zu Reichtum und Ansehen kommen. Auch Lisa fühlt sich mehr zu German hingezogen und entfernt sich indessen immer mehr von Jeletzki.

Auf einem Maskenball steckt Lisa Hermann einen Schlüssel zu ihrem Zimmer zu, welches er erreicht, indem er durch das Zimmer der alten Gräfin hindurchgeht. German wittert seine Chance und wartet versteckt im Zimmer der Gräfin um hinter das Geheimnis zu kommen. Nachdem sie auftaucht und alles Flehen und Bitten erfolglos bleibt, zieht er eine Pistole – die Gräfin stirbt vor Schreck. Angelockt vom Lärm erscheint Lisa, die sich enttäuscht von German abwendet, der sein Spielerglück über das der gemeinsamen Liebe stellt.

In einem Brief bittet Lisa Hermann später um eine Aussprache. Immer wieder wird in ihm die Erinnerung an das Begräbnis der Gräfin wach. Hermann vermeint den Geist der Gräfin zu hören, der ihn auffordert Lisa zu heiraten und ihm das Geheimnis der Karten nennt: Drei, Sieben und Ass.

Hermann erscheint nicht zum vereinbarten Treffen mit Lisa – die Spielleidenschaft hat ihn nun vollends unter Kontrolle. Aus Verzweiflung stürzt sich Lisa in den Fluss Newa.

Hermann gewinnt indessen am Spieltisch mit der Drei und der Sieben so oft, dass alle Spieler ausser Fürst Jeletzki aufgeben. Jeletzki aber ist wegen der Auflösung seiner Verlobung mit Lisa gekränkt und will sich am Spieltisch an Hermann rächen. Hemann setzt vermeintlich alles auf das Ass, wählt tatsächlich aber die Pik-Dame. Das Ass gewinnt. Als Jeletzki Hermann auf seinen Fehler aufmerksam macht gerät dieser dem Wahnsinn nahe. Er vermeint wieder die Stimme der höhnisch lachenden Gräfin zu vernehmen und ersticht sich selbst.


Lesen Sie das Interview mit Julia Pevzner, in dem die Regisseurin beschreibt, wie sie die Oper sieht und szenisch umsetzen möchte. (Gespräch: Jonathan Levi, Übersetzung: Lorenz Oehler)